Sachsen verfügt über ein beachtliches Biomasseangebot, dessen Erschließung und Nutzung für die Steigerung der regionalen Wertschöpfung sehr interessant ist. Wie auch schon in anderen Teilen Deutschlands streben sächsische Gemeinden oder ganze Regionen damit eine von fossilen Energieträgern unabhängige Energieversorgung an. Die sächsische Bioenergiebranche deckt prinzipiell alle Bereiche der energetischen Nutzung von Biomasse ab (feste Biomasse, Pflanzenöl, Biogas, Biokraftstoffe). Bei diesen Unternehmen handelt es sich vornehmlich um kleine und mittlere Unternehmen aus den Bereichen Anlagenplanung, -errichtung und um Biomasseerzeuger.
Mit dem Deutschen Biomasseforschungszentrum und zahlreichen universitären Forschungsstätten sowie innovativen Unternehmen besitzt Sachsen eine sehr gute Forschungsinfrastruktur. Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht vor allem noch:
- bei den Vergasungstechnologien,
- bei Effizienzsteigerungen, z. B. durch die Aufbereitung von nachwachsenden Rohstoffen oder der Vergasung von Gärresten,
- bei Verbrennungsprozessen insbesondere fester Biomasse und
- bei kleinen Lösungen wie dem Mini-Blockheizkraftwerk oder Kleinstmotoren.
- Die Nutzung von Biogas zur kommerziellen Stromerzeugung in Stirlingmotoren, Mikrogasturbinen und Brennstoffzellen befindet sich noch weitestgehend in der Entwicklungs- oder Prototypenphase.
Neben der weit verbreiteten direkten energetischen Biomassenutzung gewinnt zunehmend die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz an Bedeutung. Dies stellt somit auch einen interessanten Markt für den sächsischen Maschinen- und Anlagenbau dar.
Weiterführende Links:
www.biogaspartner.de
www.landwirtschaft.sachsen.de

