Philippinen bieten gute Aussichten für die deutsche Bioenergie-Branche
Das Agrarland Philippinen bietet aufgrund der geografischen und klimatischen Voraussetzungen großes Potential für den Einsatz von Bioenergie-Technologien. Neben der Nutzung tierischer Abfälle bietet sich vor allem die Verwendung von Rückständen aus der Zuckerrohr-/ Bagasse-, Reis-, und Kokosnussproduktion des Landes für die Stromerzeugung an („waste-to-energy“). Eine Einspeisung ins Stromnetz findet bereits bei den bestehenden großen Biogasanlagen mit mehr als 500 kW statt, die an Schweinemastbetriebe gekoppelt sind oder Deponiegase nutzen. Noch größeres Potential besteht im Bereich feste Biomasse, wo bisher primär für den Eigenbedarf produziert wird.
Daher sind qualitativ hochwertige Technologien und Know-how gefragt, um diese Potentiale optimal zu nutzen. Hier bieten sich deutschen Projektentwicklern, Komponentenlieferanten und Anlagenbauern gute Markteintrittsmöglichkeiten. Die Qualität und die hohe Leistungsfähigkeit deutscher Technologien sind wichtige Wettbewerbsvorteile gegenüber ausländischer Konkurrenz und die umfangreiche Erfahrung der deutschen Unternehmen bei Planung, Bau und Betrieb der Anlagen werden vor Ort geschätzt. Mit Blick auf den gemeinsamen ASEAN Binnenmarkt, der bis 2015 anvisiert wird, ist eine frühzeitige Markterschließung strategisch sinnvoll und deutsche Unternehmen sollten daher jetzt aktiv werden.
Auch die politischen Rahmenbedingungen sind derzeit für einen Markteinstieg günstig. Das Energieministerium strebt die Installation von mindestens 276 MW zusätzlicher Kapazität aus Biomasse-Technologien innerhalb der nächsten drei Jahre an. Insgesamt plant die philippinische Regierung, die Kapazitäten zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern bis 2030 zu verdoppeln. Bisher decken diese knapp 43% der Primärenergieversorgung und etwa 30% der Stromversorgung des Landes ab.
Der Inselstaat will mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien von Öl- und Kohleimporten unabhängiger werden und dabei gleichzeitig dem steigenden Energiebedarf nachkommen. Die dezentralen, erneuerbaren Lösungen sollen dabei auch eine flächendeckende Elektrifizierung in ländlichen Gebieten ermöglichen. Die ambitionierten Ziele der Regierung werden durch Anreize wie Steuerbegünstigungen, zollfreien Technologieimport und die Einführung einer Einspeisevergütung von 12 € Ct./kWh für Biomasse-Technologien ab Mitte 2012 regulatorisch untermauert und schaffen so ein gutes Investitionsklima.
Langfristige und kontinuierliche Unterstützung beim Markteintritt
Die Exportinitiative Erneuerbare Energien bietet Unternehmen im Rahmen ihres Regionalansatzes Südostasien langfristige und umfassende Unterstützung bei der Markterschließung in den Philippinen an. Auf dem PEP-Informationsworkshop am 28. Juni 2012 können sich deutsche Unternehmen der Bioenergie-Branche ein erstes Bild vom philippinischen Markt machen und Anschlussaktivitäten planen.
Zentrale Bestandteile des Workshops:
- Experten aus der Region informieren zu Potentialen, erläutern zentrale regulatorische Rahmenbedingungen und stellen Projektmöglichkeiten vor.
- Unternehmen, die bereits vor Ort aktiv sind, berichten aus erster Hand über ihre Erfahrungen beim Markteintritt und der Projektentwicklung.
- Teilnehmer, die bereits konkrete Vorstellungen und Projektideen haben, erhalten auf dem PEP-Workshop zudem ausführliche Informationen zur Export- und Projektfinanzierung.
- Auch bieten sich exzellente Vernetzungsmöglichkeiten, beispielsweise durch Expertengespräche im Rahmen des „Marktplatzes“ im Anschluss an die Vorträge und Diskussionen.
Für interessierte Unternehmen der Bioenergie-Branche bietet der Workshop auch eine gute Vorbereitung für die AHK-Geschäftsreise auf die Philippinen, die vom 21. – 25. Januar 2013 stattfinden wird. Den Firmen bietet sich dort die Chance, ihre Technologien und Dienstleistungen zu präsentieren und wertvolle Geschäftskontakte zu knüpfen bzw. zu vertiefen.
Die Teilnahme am PEP-Informationsworkshop ist kostenlos. Vortragssprachen sind Deutsch und Englisch.
Anmeldungen und Anfragen zum Informationsworkshop in Berlin bitte bis 11. Juni per E-Mail an pep-suedostasien@giz.de
Ansprechpartnerin:
Hanna Barth Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: +49 (0)30-408 190-150 Fax: +49 (0)30-408 190-22-150 E-Mail: hanna.barth@giz.de
(Quelle: GIZ)

